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Wie Heimspeicher eine PV-Anlage zu Ihrer privaten EV-Ladestation machen können

Wie Elektroautos noch umweltfreundlicher fahren können

Die Nutzung von PKWs mit reinem Elektroantrieb wird immer populärer und die Anzahl von Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen steigt kontinuierlich an: Im Jahr 2020 wurden mit rund 194.163 Elektrofahrzeugen so viele neu zugelassen wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Verdreifachung der Zulassungszahl und damit ein Rekordwert. Auch für das Jahr 2021 rechnen Experten mit einem weiteren deutlichen Zuwachs. Aber woher kommt der Strom für die Nutzung? Denn ob das Zukunftsszenario mit einem immer höheren E-Auto-Anteil wirklich umweltfreundlich ist, wird wesentlich davon abhängen, welche Stromquellen von den E-Auto-Fahren für den Betrieb ihrer Fahrzeuge angezapft werden. Am klimafreundlichsten sind Elektromobile natürlich vor allem dann, wenn sie mit aus regenerativen Quellen erzeugtem Strom geladen werden. Das weiterhin starke Interesse von Eigenheimbesitzern in Deutschland an der Installation von Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Hausdach bietet dafür eine gute Ausgangslage, denn eine Solaranlage lässt sich leicht auch als private E-Tankstelle nutzen – oder nachträglich dafür umrüsten.

Sinkende EEG-Umlage macht PV-Anlagen noch attraktiver

Ab wann sich eine Photovoltaikanlage für private Eigenheimbesitzer grundsätzlich lohnt, lässt sich im Netzt über kostenlose Kalkulationsmöglichkeiten schnell herausfinden und berechnen. Eine große Rolle für die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage spielt dabei die EEG-Umlagen-Vergütung, die in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist. Eine Folge dieser Entwicklung ist, dass sich privat betriebene Solaranlagen heute finanziell vor allem auch dann lohnen, wenn der selbst erzeugte Bio-Strom zum Eigenverbrauch genutzt wird und nur noch ein geringer Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist wird. Deshalb denken immer mehr Verbraucher auch über den Betrieb einer privaten Ladestation bei sich zuhause nach – sozusagen über eine „hauseigene“ Tankstelle.

Strom tagsüber speichern für eine möglichst klimafreundliche Ladeleistung

Um das volle Potenzial privater Solaranlagen auszunutzen, sollte so viel wetterbedingter Strom wie möglich gesammelt und gespeichert werden, vor allem in der Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten Steht – das ist mit einem Batteriespeicher heute kein Problem mehr. Speichert man den Strom für eine private PV-Anlage, können Besitzer ihre E-Autos problemlos in der eigenen Garage aufladen, wenn sie zu Hause sind, z. B. am Abend oder über Nacht. Laut Expertenratgeber des Unternehmens Finanztip rechnet sich ein Speicher, sobald das Erzeugen und Speichern einer Kilowattstunde Strom nicht mehr kostet als der öffentliche Netzstrom. Bei einer Stromproduktion von 10 Cent pro Kilowattstunde darf das Speichern also zwischen 16 bis 22 Cent kosten, so dass sich in der Summe Kosten von 26 bis 32 Cent pro Kilowattstunde ergeben, was dem Arbeitspreis für Strom aus dem öffentlichen Netz in den meisten Gegenden Deutschlands entspricht. Speicherkosten von 20 Cent pro Kilowattstunde oder weniger sind laut Finanztip erreichbar, wenn der Batteriespeicher samt Installation weniger als 600 Euro (netto) pro Kilowattstunde Speicherkapazität kostet und der Speicher mindestens zehn Jahre betrieben werden kann. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt pro 1.000 Kilowatt jährlichen Stromverbrauch eine Speicherkapazität von 1 kWh. Verbraucher sollten bei der Auswahl ihres Batteriespeichers darauf achten, wie flexibel dessen verfügbare Backup-Funktionalitäten (in Kombination mit dem jeweils eingesetzten Wechselrichtersystem) und welche Möglichkeiten es gibt, die verschiedenen Eigenverbrauchsanlagen über ein externes Energiemanagementsystem zentral zu steuern.

Bis zum Jahr 2025 soll die durchschnittliche Batteriereichweite von Elektrofahrzeugen auf 784 Kilometer ansteigen. (Quelle: Statista 2021)

Bundesregierung baut Wallbox-Förderung weiter aus

Für den optimalen Betrieb von E-Fahrzeugen über eine private Solaranlagen installieren Sie am besten eine Ladestation für Elektroautos –  eine Wallbox, die mit ihrer Solaranlage verbunden ist. Sie übernimmt die Rolle Ihres persönlichen Energiemanagers und vernetzt alle im Haushalt genutzten Stromquellen,  wie Elektroautos und Stromspeicher. Heutige Solaranlage lassen sich für ein optimales Lademanagement problemlos mit Wallbox-Technik nachrüsten, und seit 2020 werden private Ladestationen von der Bundesregierung auch mit einem Zuschuss  von 900 Euro gefördert, der in diesem Jahr noch einmal verlängert wurde.

Rechnet sich eine private Bio-PV-Ladestation für Elektrofahrzeuge?

Da jedes E-Auto-Modell anders ist und PV-Systeme unterschiedlich große Batterien haben, ist es wichtig herauszufinden, welches System für Sie am besten geeignet ist. Anfang des Jahres veröffentlichte das Berliner Greentech-Start-up Zolar eine Studie für drei E-Autotypen, um herauszufinden, wie sich die Größe einer Photovoltaikanlage auf die Reichweite der verschiedenen E-Autos auswirkt. Demnach würde eine kleinere Anlage mit 4,1 Kilowatt im Peak (kWp) abzüglich des Solarstrom-Eigenverbrauchs für den Haushalt ausreichen, um einen E-Golf pro Tag 34 Kilometer, ein Tesla Model 25 Kilometern oder einen Hyundai Ioniq 40 Kilometer mit einer Ladung zu fahren. Bei einem größeren System mit 9,9 kWp würden diese Reihweiten auf 127, 91 bzw. 150 Kilometer steigern, und bei einer Anlage mit 20 kWp oder mehr währen Fahrten über 200 Kilometer möglich. Die Reichweite wird also hauptsächlich durch den Verbrauch des Elektromobils und durch die unterschiedlichen Batteriegrößen bestimmt. So bietet eine RESU Prime 10H Batterie beispielsweise eine Gesamtenergiekapazität von 9,8 kWh, die RESU 16H Prime sogar eine Gesamtenergiekapazität von 16 kWh.

Ganzheitliche Energieautarkie für die persönliche Mobilität nutzen

Biostrom aus der eigenen PV-Anlage wird unter den aktuellen Marktbedingungen aus finanzieller Sicht immer attraktiver. Damit gewinnt auch das komfortable und umweltfreundliche Aufladen von E-Fahrzeugen zu Hause in den eigenen vier Wänden immer mehr an Bedeutung. Die Nutzung des selbst erzeugten Stroms ist nicht nur eine finanziell lohnenswerte Entscheidung, sondern macht die Fahrer von Elektromobilen auch unabhängiger von der öffentlichen Ladeinfrastruktur, die sich erst im Ausbau befindet – und trägt damit auch zum Ziel einer umweltfreundlichen Mobilität bei, die unsere Erde vor weiteren Schäden schützt.

Bild: Mikes-Photography (Pixabay)

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